Kinesiotaping

Was ist Kinesio-Taping?

Unter Kinesio-Taping versteht man die Anlage bunter, elastischer Klebestreifen (im Gegensatz zum „klassischen“ weißen und festen Tape) auf die Haut mit dem Ziel Muskeln, Faszien, Bänder, Lymphgefäße, Nerven oder Organe zu beeinflussen. Nach der Anlage bleibt das Tape durchschnittlich 7-10 Tage am Körper. Die Dauer richtet sich dabei nach der Körperregion (an Händen und Hals hält es beispielsweise nicht so lang, weil das Tape öfter nass wird und man leichter hängen bleibt) und der „Pflege des Tapes“ (vorsichtiges Trocknen wenn das Tape nass wird).

Aktuelle Studien können die Wirksamkeit des Kinesio-Tapes nicht bestätigen oder sind vom Untersuchungsdesign so schlecht gestaltet, dass sie keine brauchbare Aussage erlauben.

Es bleibt also abzuwarten, bis Studien mit guter Qualität auch für Kinesio-Taping verfügbar sind. Die folgenden Absätze beschreiben also die angenommene Wirkungsweise von Kenzo Kase, der die Tapes und Anlagetechniken auf der Basis fernöstlichen Gedankenguts und den Prinzipien der Kinesiologie entwickelt hat. Erfahrungsgemäß funktionieren gut und fachgerecht angelegte Kinesio-Tapes allerdings sehr gut.

Für welche Beschwerden wird Kinesio-Taping genutzt?

Wie oben schon erwähnt können mit dem Kinesio-Tape viele verschiedene Strukturen beeinflusst werden, daher ist es auch für viele Beschwerdebilder geeignet. Insbesondere als unterstützende Maßnahme im Sportbereich wird es häufig verwendet. In der Therapie wird es am häufigsten zur Unterstützung der Behandlung muskulärer Verspannungen oder Verletzungen, zur Verbesserung des Lymphabflusses oder Entlastung von Nervenstrukturen. Kinesio-Taping ist keine Leistung im Heilmittelkatalog der Krankenkassen und kann daher nicht vom Arzt verordnet werden, es ist also immer eine reine Selbstzahlerleistung.

Hier noch einige Beispiele für Beschwerden die bei uns häufig mit Kinesio-Tape behandelt werden:

  • Schulter-Nackenverspannungen
  • Schmerzen im unteren Rücken und ISG Beschwerden
  • Achillessehnen Beschwerden
  • Tennisellenbogen